Yay, Hobbies! Da kann ich dann heute einfach eine Liste schreiben und bin in 5 Minuten fertig, oder?!
Ok, seien wir ehrlich, der Mensch redet gern über seine Hobbies. Über die Dinge, die er sich selber ausgesucht hat. Die Dinge, die er mit Leidenschaft tut. So einfach nur eine Liste zu schreiben, das wird wohl nichts. Tut mir leid.
Aber es kommt noch etwas weiteres dazu, das die ganze Sache erschwert: ich habe nicht die eine große Leidenschaft, das eine Hobby, das meine Zeit in Anspruch nimmt. Das mich erfüllt. Das mich ausfüllt.
Das Gute daran ist, danach wird gar nicht gefragt. Das Schlechte ist, ich muss aber immer daran denken. Ich hätte gern eine Sache, eine Leidenschaft, der ich mit vollem Eifer nachgehe. Statt dessen habe ich viele Interessen und muss meine Zeit zwischen ihnen aufteilen. Und habe so das Gefühl, keiner Sache wirklich gerecht zu werden.
Also gut, fangen wir an. Ganz oben auf der Liste steht Lesen. Ich bin ein Bücherwurm – mittlerweile ein eBook-Wurm, weil ich keinen Platz mehr für Bücher habe. Ich habe immer etwas zu lesen dabei. Und ich habe auch schon zwei Bücher „gleichzeitig“ gelesen, also angefangen und mit Lesezeichen rumliegen. Und sollte ich mein Augenlicht irgendwann verlieren – es gibt zum Glück Hörbücher und Podcasts, so dass meine Leselust weiterhin gestillt werden kann.
Dann kommt die kreative Ecke. Auch wenn ich hier schon länger nicht mehr richtig aktiv war. Aber es ist sehr befriedigend, am Ende ein Ergebnis vor sich zu haben, das man anderen zeigen kann. Auf das man stolz sein kann. Hierzu zähle ich auch mein Keyboard, das bei weitem nicht so häufig benutzt wird, wie es das verdient.
Dann habe ich eine gewisse Leidenschaft für Filme und Serien. Ich habe ein ganzes Arsenal an Filmen auf meiner Festplatte gespeichert. Und manche davon habe ich noch nicht einmal angesehen. Dabei mag ich genreübergreifend so ziemlich alles, solang es nicht zu platt ist.
Mir ist eine britische Komödie lieber als manch amerikanischer Ulkfilm. Aber am aller liebsten sind mir Horrorfilme. Ich bin fasziniert von den Abgründen im Menschen. Wie gesagt, die Schwächen sind interessanter als die Stärken. Und im Angesicht der Schwäche eines anderen, kann man selbst Stärke finden.
Und schließlich steht auf der Liste alles, was mit Technik zu tun hat. Computer, iPad, Smartphone. Es fällt mir schwer darauf zu verzichten. Und ich meine nicht nur als Schreibgerät und Spielzeug, als Musikbox, Radio und Videogerät – es ist mein Fenster in die Welt.
Was ich aber gern tun würde, wenn ich die Zeit und Energie dafür hätte, ist wieder eine ganz andere Frage. Vielleicht kommen wir irgendwann noch dazu.