
Jetzt hab ich doch einen Tag ausgelassen. So viel zu meinem Plan für 2018. Jetzt macht das alles keinen Sinn mehr – oder?! Mein Plan ist gescheitert. Mein Vorsatz ist hinfällig. Oder vielleicht doch nicht?
Ja, ich habe gestern nichts geschrieben. Aber nur, weil mir diese Frage etwas in Erinnerung gerufen hat.
Woran scheitern die meisten guten Vorsätze? Dass man beim ersten Straucheln den ganzen Plan aufgibt.
Jetzt habe ich einen Cheeseburger gegessen? Na, dann kann ich die Diät doch gleich vergessen. Ich war eine Woche nicht beim Sport? Dann brauche ich erst gar nicht wieder damit anzufangen. Jetzt habe ich doch wieder geraucht – dieses Jahr werde ich also nicht damit aufhören.
Aber wieso denken wir eigentlich so? Warum kommt unser innerer Schweinehund damit durch? Warum bleiben wir, wenn wir fallen, liegen?
Ok, erwartet jetzt nicht zu viel – ich habe keine Antworten auf diese Fragen. Dazu reicht mein Wissen in Psychologie nicht aus. Aber das schöne ist – ich muss diese Fragen gar nicht beantworten.
Ich bin immer sehr dafür, nach dem Warum zu fragen. Ich finde das eine de
multidirectional sign against a blue sky (boards isolated on grey)r interessantesten Fragen. Aber genauso bin ich der Meinung, dass die Antwort auf ein Warum uns nicht immer weiterbringt.
Sehr häufig nutzt man die Antwort nur als Ausrede. Ich habe wieder geraucht, weil Rauchen eine Sucht ist, und ich gar nicht anders kann. Das Glutamat im Essen sorgt dafür, dass ich zu viel und das falsche esse.
Es gibt meistens einen Grund, wenn man einen sucht. Aber der ändert ja nichts an den Tatsachen. Tatsache ist: Ich habe mir etwas vorgenommen und ich bin einmal (oder hundertmal) gestrauchelt und vom Plan abgekommen.
Es ist hier müßig nach dem Grund zu fragen. Denn viel wichtiger ist doch: Warum fangen wir nicht einfach wieder an? Was hindert uns daran?
Und die Antwort darauf ist ganz einfach: Nichts hindert uns daran! Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bereit hält. Aber heute können wir entscheiden, ob uns unser Vorsatz wichtig genug ist, um nach ihm zu handeln.
Deshalb habe ich ganz bewusst einen Tag ausgelassen. Um mir selbst vor Augen zu führen, dass das keine Tragödie ist. Ja, ich habe mir etwas vorgenommen. Aber nur weil ich gestrauchelt bin, muss ich nicht aufgeben.
Wahrscheinlich werde ich es nicht schaffen, jeden einzelnen Tag in 2018 einen Blogpost zu schreiben. Seien wir realistisch. Manchmal bringt das Leben die besten Pläne durcheinander. Aber das ist nicht schlimm, solange ich es jeden Tag wieder aufs Neue wage.